Zuckermais aus Marokko
Die Landwirtschaft Marokkos machte 2003, 17 % am Bruttoinlandprodukt aus, kann jedoch als wichtigster Wirtschaftssektor betrachtet werden, da hier 43,6 % der erwerbstätigen Bevölkerung beschäftigt sind.
Landwirtschaftlich genutzt werden vor allem der Westen und Nordwesten Marokkos; rund 18 % der Landesfläche sind Ackerland. Umfangreiche Bewässerungskulturen finden sich in den Küstenebenen Rharb und Sous sowie bei Marrakesch und Fès; um weitere Flächen bewässern zu können, werden zusätzlich Staudämme gebaut. Die ungleiche Landverteilung zwischen den kleinen Bauern und den Großgrundbesitzern, die den größten Teil des Bodens bewirtschaften, konnte auch durch mehrere Agrarreformen kaum verändert werden. Angebaut werden Getreide (Weizen, Gerste, Mais, Hirse, Reis), Hülsenfrüchte, Zuckerrüben, Datteln, Sonnenblumen, Erdnüsse, Oliven, Zitrusfrüchte (vor allem Orangen), Baumwolle, Wein, Mandeln, Aprikosen, Erdbeeren, Frühkartoffeln, Spargel, Artischocken und Tabak.
Die Landschaft Marokkos ist - wie auch die Kultur - durch die Zugehörigkeit zu drei geographischen Grossräumen geprägt: Atlantik, Mittelmeer und Sahara. Diese Lage bietet auch für die Wirtschaft relativ günstigere Ausgangsbedingungen als etwa im Nachbarland Algerien. Das Klima ist durch den ozeanischen Einfluss feuchter und milder, und das Landesinnere ist nicht überall durch hohe Gebirgsketten vom Meer abgetrennt, so dass das Land mit Verkehrswegen leichter erschlossen werden konnte und vorhandene Ressourcen besser genutzt werden können
